Anatomy of an Agency.
"Der große Manfred möchte bitte aus dem Manland abgeholt werden!" Warum gibt's das erst jetzt? Kicker, Flipper, Space Invaders und Bierkühlschränke für Männer, die von ihren Frauen bei IKEA abgegeben werden können. Das ist so naheliegend und sinnvoll und praktisch und toll, dass ich mir das sofort für jedes IKEA wünsche. Dann würde ich mich vielleicht auch wieder in den gefürchteten "Rundgang" trauen. Schlimm wird's nur wenn der Buzzer brummt. Dann heißt es nach Jahrzehnten endlich wieder: "Och nööö, ich will aber nicht weg!"
Während Villabajo noch über die exakte Farbe des Regalwobblers streitet, verändert Villarriba schon das gesamte Marketing. So wirkt es zumindest, wenn man die deutsche Alltagsreklame dem internationalen Marketing von "Deus Ex" entgegenstellt.
Das ist der neuste "Werbespot". Auf YouTube sieht man auch das (für mich) schönste Detail: der Fan-Kommentar mit den meisten "gefällt mir"-Klicks:
"This is how you market a game!" steht da. Fuck yeah – der lobt nicht den Film, sondern das Marketing dahinter – und jede Menge andere sind seiner Meinung!
Wenn Produkt, Marketing und Vertrieb nicht getrennt voneinander ihr eigenes hässliches Süppchen kochen, sondern wirklich zusammenarbeiten, kommen wirklich großartige Dinge heraus. Zeit, mit dem Schrubben aufzuhören und ab ins nächste Level. Da ist viel mehr los!
P.S.: Hier der erste "Trailer" zum Spiel:
So, ihr maßlos überbezahlten Programmier-Heinis! Jetzt heißt es </elitendasein>. Zwei Studenten haben nämlich das getan, was wirklich niemand mehr für möglich gehalten hätte: eine verständliche Anleitung zum Programmieren programmiert. Sie heißt Codeacademy und sieht auch noch hübsch aus. Wer sich jetzt kaum noch halten kann, dem sei gesagt: es gibt sogar bunte(!) Badges(!). Jeder mit 5% Nerd-Gen müsste jetzt seine Planking/Batmanning-Position verlassen haben und schon Lektion 3 durchgetippt haben. Und zwar blind. An einem brennenden Computer. Nothing can stop us now!
(via Simone Ashoff)
Überidee der Woche: Eine iPhone-Wecker-App, die jedesmal wenn man "Snooze" (vormals "Schlummertaste") drückt, 25 Cent spendet. Mit gutem Gewissen in die Privatinsolvenz verschlafen – ein gutes Produkt.
(via Steffen Stäuber)
Gerade auf Nerdcore entdeckt und einen dringenden Repost-Drang verspürt: Manuel Palou, der hoffentlich einen verflucht guten Anwalt zu seinen Freunden zählt, stellt öffentlich seine externe Festplatte aus, die knallvoll ist mit geklauter Software. Der amateurhaft kunstinteressierte Nerd schreit natürlich "Das kann ich auch!"; Datenschützer raufen sich ja ohnehin seit Jahren die letzten Haarfollikel aus und ich, als amateurhaft werbeinteressierter Nerd, vermute dahinter natürlich eine besonders hinterfotzige Reklameaktion von WesternDigital, die ihre externen Festplatten verkloppen wollen. Soll mir auch recht sein.
(via Nerdcore)
Wenn schon Werbespot mit ordinärer Reklame-Botschaft, dann gerne richtig blenden. Hier ein Serviervorschlag:
Kreative brauchen Inspiration. Jeder und gern aus möglichst vielen Richtungen. Das ist, meiner Meinung nach, auch völlig in Ordnung – solange man die Ursprungsidee weiterentwickelt/ anders interpretiert/ etwas addiert. Armseelig wird's, wenn eine Idee eins zu eins kommerziell ausgeschlachtet wird. So zu sehen in aktuell fast jedem Werbeblock für MINI von BSUR Amsterdam. Die visuelle Technik ist eins zu eins vom Spiel "TrackMania" "inspiriert" – und dann ist leider auch schon Schluss.
Hier die Reklame (2011):
Und hier die Idee (2007, ab Minute 1 geht's los):